"Baraka" ist Anlaufpunkt für schwul-lesbische Migranten in Köln

In Deutschland herrscht ein toleranteres Klima gegenüber Schwulen und Lesben, als in Ländern wie Polen oder der Türkei. Vielen osteuropäischen und türkischen Migranten fällt es trotzdem schwer, offen zu ihrer Homosexualität zu stehen. Die Familie, mit der man in der Fremde lebt, ist sehr wichtig. Entsprechend groß ist die Hemmung, sich den Angehörigen gegenüber als schwul oder lesbisch zu offenbaren. Im Ruhrgebiet und in Berlin sind deshalb vor Jahren Gruppen für schwule Türken und Griechen entstanden.

Und auch im RUBICON in Köln gibt es seit 2005 mit "Baraka" eine Anlaufstelle für Migranten. Allerdings gibt es hier keine Festlegung auf ein Herkunftsland. Mit einer Vielfalt von Sprachen, Nationalitäten und Erfahrungen bietet Baraka Hilfe und Unterstützung für Schwule und Lesben sämtlicher Nationalitäten. Das Schwule Netzwerk NRW unterstützt zudem - gemeinsam mit Baraka - die schwul-lesbische Emanzipationsarbeit in Polen. Gegenseitige Besuche von Delegationen zu den CSDs mit einem politischen Rahmenprogramm fanden 2005 und 2006 statt.

Eine neue "Landesarbeitsgemeinschaft Migration" zur Vernetzung und fachlichen Begleitung von Migrationsprojekten ist im Aufbau. Interessierte wenden sich bitte an die Landesgeschäftsstelle.

Hier geht es direkt zu Baraka.