Lange Zeit ging es beim Thema "Gesundheit" in der schwulen Szene hauptsächlich um HIV und Aids. Genauer gesagt, ging es dabei meist um die Vermeidung von HIV oder Aids. Doch schwule Gesundheit bedeutet weit mehr als nur eine sexuelle Gesundheit. Gesundheit ist nicht nur die Auseinandersetzung mit Krankheit, wie auch die WHO mit ihrem Gesundheitsbegriff unterstreicht. Sie ist vielmehr ein wünschenswerter Zustand „vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens" (WHO). Mit pudelwohl hat das Schwule Netzwerk mit seinen Mitgliedsorganisationen ein Label geschaffen, das diesen positive Gesundheitsverständnis in der schwulen Szene positionieren und stärken soll. Gleichzeitig soll die ganze Bandbreite von (schwuler) Gesundheit betont werden, so auch soziale Faktoren wie beispielsweise die Auseinandersetzung mit Armut oder Einsamkeit.
Um diese Ziele zu erreichen, macht pudelwohl das Engagement der Gruppen und Vereine sichtbar, die mit ihrer Arbeit Beiträge zur Gesundheitsförderung für schwule Männer leisten. Damit wird in der schwulen Szene eine Diskussion über Gesundheit angestoßen und schwulen Männern der Zugang zu Gesundheitsprojekten erleichtert.
pudelwohl vernetzt diese Gesundheitsprojekte und sammelt Wissen, Konzepte und Beispiele guter Praxis. Dadurch wirkt pudelwohl auch in das Schwule Netzwerk hinein. Verbandsintern führt pudelwohl zu einer dauerhaften Auseinandersetzung mit Themen der schwulen Gesundheit und lädt die schwule Community zur Beteiligung ein. Die bestehenden Gesundheitsprojekte erhalten so die Möglichkeit, ihre Angebote weiterzuentwickeln und auszubauen.