Mit der Kampagne MAY BE GAY hat das Schwule Netzwerk ein Signal dafür geschaffen, wie wichtig es ist, Jugendliche in ihrem Coming-Out zu unterstützen. Auch wenn Homosexualität heute sichtbarer und akzeptierter ist, so ist das Coming-Out nach wie vor ein Umbruchprozess, der stets eine persönliche Herausforderung darstellt. Jugendliche haben in dieser Zeit Vorbilder verdient, die ihnen zeigen, wie ein Leben als lesbische Frau oder als schwuler Mann gelingen kann. Gleichzeitig sollen Jugendliche mit den Angeboten unterstützt werden, die sie benötigen. Hierzu gehört sowohl der Austausch in Jugendgruppen als auch die Beratung durch Fachkräfte.
MAY BE GAY macht die Bedürfnisse von schwulen Jugendlichen im Coming-Out sichtbar. Außerdem lädt die Kampagne Jugendliche im Coming-Out dazu ein, schwul-lesbische Jugendprojekte für sich zu nutzen und mitzugestalten. Um die benötigte Öffentlichkeit für MAY BE GAY herzustellen, wird der Monat Mai als „Coming-Out-Monat" genutzt, dazu auch der „internationale Tag gegen Homophobie". Dieser Tag fällt auf den 17.05. eines jeden Jahres. Durch dieses Datum wird eine sichtbare Verbindung zur Abschaffung des § 175 StGB hergestellt, der bis 1994 für die Ungleichbehandlung von schwuler gegenüber heterosexueller Sexualität sorgte.
Das Schwule Netzwerk NRW koordiniert für MAY BE GAY die Durchführung von Vernetzungstreffen und von Kreativworkshops der schwul-lesbischen Jugendarbeit auf Landesebene. Damit wird ein gemeinsames Vorgehen unter dem Dach der Kampagne ermöglicht. Darüber hinaus erhalten die Gruppen vor Ort Unterstützung bei der Entwicklung von Angeboten und der Durchführung von Veranstaltungen für hauptsächlich schwule Jugendliche im Coming-Out.